Schlagwortarchiv für: Mehrjährige Pflanzen

Waldgarten: Ernte und Wissen

Waldgärten feiern das ganze Jahr Erntedank:
Auf einem Acker erntest du Weizen in zehn Tagen — und dann ist es vorbei. Im Waldgarten hast du von März bis November Erntefenster: Bärlauch im März, Holunderblüte im Juni, Johannisbeere im Juli, Äpfel im September, Mispel nach Frost im November und während der ganzen Zeit Gemüse, Salate, Blumen.

Wie sieht das nun in der Realität aus? Vielfalt ernten und verarbeiten… dabei entstehen ganz spezielle Herausforderungen. Hanne Zech betreibt den Mienbacher Waldgarten seit 16 Jahren, inzwischen hat sie auch Tiere integriert und produziert mit Raritäten, zb Damaszener Rosen.

Beim 34. Waldgartenstammtisch wird sie auch ihr Buch über Waldgarten vorstellen, das ihre langjährigen Erfahrungen teilt. Wir freuen uns schon sehr auf diesen Abend!

AM 11.8. um 19:30 Uhr online und kostenfrei: Teilnahme. http://www.waldgartenkongress.de/stammtisch

Biodiversität und Du

Wir sind alle Individuen: jeder von uns ist einzigartig unter den Milliarden Menschen. Kein anderer Mensch auf diesem Planeten besteht aus der identischen Kombination von tausenden verschiedenen Lebewesen – jeder hat die ganz eigene Kombination von Mikroorganismen, Bakterien: nicht-humane Zellen sind in uns genau so präsent wie unsere humanen Zellmasse.

Keiner von uns ist also je allein – oder, profaner: niemand besteht aus „reinem Mensch“, wir sind alle höchst vielfältig in unserer Zusammensetzung: wir sind einlebendes Beispiel für BIODIVERSITÄT!

Biodiversität bedeutet … , Der Begriff wird meistens im Zusammenhang mit ökologischer Regeneration verwendet und ist immer noch in seiner Komplexität und Auswirkungen meist unverstanden: es geht nicht nur um die hohe Anzahl von Arten, sondern auch um deren Zusammenspiel – ein Grundphänomen biodiverser Systeme ist Vernetzung bzw die über die Beziehung der Systemkomponenten entstehende Vernetztheit. Wenn die Beziehungen zueinader vielfältig sind entsteht Redundanz – es gibt also mehr und mehrfache Verbindungen, das stärkt den Zusammenhalt.

Vernetzung schafft Redundanz schafft Resilienz
Nochmal zurück zu uns Menschen: viele sind schockiert, wenn sie hören, dass sie tatsächlich aus Millionen von Lebewesen bestehen: der eigene Körper erscheint einem meistens relativ konsistent und als „ein Stück“. Vielleicht ist es auch unsere überbordende Sauberkeitserziehung, die Angst vor Unreinheit, Schmutz und Chaos auslöst. Meister Proper – und leere, ausgeräumte Landschaften sind im Zuge der industriellen Landbewirtschaftung parallel immer präsenter in unserem Alltag geworden. Die meisten Landwirte sind stolz, wenn das Feld nach der Ernte „sauber“ daliegt – eine leere Fläche ohne sichtbare Vielfalt.

Bei WGS ist das komplett anders: hier laden wir die Kräfte der Natur ein, die Intelligenz von 3,5 Millionen Jahren Forschung zur Optimierung der Entfaltung von Lebenskraft (Evolution genannt). Kein Kleinstlebewesen, keine erfahrene Mikrobe, kein Regenwurm wird dabei alleine aufkreuzen… alle bringen ihre Freunde und auch ihre Grundversorgung mit. Auch bei Pflanzen ist nachgewiesen, dass die Samen ihr eigenes Mikrobiom mitbringen. Im lebensfördernden Umfeld eines vielfältigen WGS kann es sich entfalten, und auch weitere positive Effekte haben. Wenn die Lebensumgebung vorher von Meister Proper gereinigt und von Lebendigkeit befreit wurde, kann die Injektion mit Lebensintelligenz sich nicht Fuß fassen oder ausbreiten. 
Im Fall von intensivmedizinischen Umgebungen, also in Krankenhäusern und Arztpraxen achten wir aus gutem Grund auf Sterilität – auf dem Feld, in der Landwirtschaft und bei der Produktion möglichst nährstoffreicher Lebensmittel hat das Prinzip Sterilität jedoch nichts zu suchen: je vielfältiger hier das Leben sich entfalten kann, desto gesünder können wir essen und letztlich leben

Ernten im Waldgarten + Klimakalender: Stammtisch am 14.7.26

Traditionelle Landwirtschaft feiert Ernte im Herbst, Waldgartensysteme feiern das ganze Jahr:

denn es gibt Ernte auch im Frühjahr, und auch reichlich im Sommer, wenn die Beeren, Kirschen und Äpfel neben Gemüse und Salat liegen.
Bernhard Gruber lebt und arbeitet mit dem wohl ältesten Waldgarten n DACH – und führt uns durch den Abend. Als erfahrener, international tätiger Permakulturdesigner und Autor ist er mit seinen Österreichischen Waldgarten-institut auch Teil unseres Europäischen Bildungsprojektes SAFFT4EU (Training for FoodForester).

Klimakalender:

Im Sinne der Permakulturellen Ernte wird Mara an diesem Abend den Klimakalender vorstellen. Wie teilt man wirkungsvoll Wissen zur Klimakrise? Lösungsorientiert, spannend, niedrigschwellig und vor allem in kleinen Häppchen.

Genau dafür hat das Klimakollektiv „Schrödinger & Katze e. V.“ einen Kalender entwickelt, der ein Jahr lang mit seinen Nutzer*innen über sich hinauswächst. Offline als gedruckter Kalender (und perfektes Weihnachtsgeschenk). Und online als Magazin, das Inhalte von zahlreichen Initiativen bündelt.

Was es genau damit auf sich hat und wie ihr unterstützen könnt, das erfahrt ihr von Mara Gerstner in einer kurzen Präsentation.

Wann: 14.7. 2026 19:30 Uhr
Wo: www.Waldgartenkongress.de/waldgartenstammtisch

einfach mitmachen, mitreden und dich insirieren lassen!
Wir freuen uns über deinen Besuch!

Videomitschnitte Waldgartenstammtisch: Johannes Eisenbach – Dauerhumuserde

Wie kannst du dauerhaft phantastische Erträge aus deinen Beeten bekommen – ohne Chemie oder Nachdüngen?
Dr. Johannes Eisenbach zeigt dir das in dem Vortrag:

Video: https://youtu.be/UrvC7WKMOsE

Wir fangen nun an, die Mitschnitte des Waldgartenstammtischs online zu stellen… du kannst also am verbreiteten Wissen teilhaben, auch wenn du an diesem Abend verhindert warst.
Als erstes der Mitschnitt des Initialvortrags von Johannes Eisenbach über Dauerhumuserde. Er erzielt damit bemerkenswerte Erfolge, seit mehreren Jahrzehnten und unter zT widrigen Bedingungen.
Den Videomitschnitt findest du auf dem Youtube-Kanal des Nahrungswald e.V. – den Link dazu im ersten Kommentar. Viel Freude beim anschauen!

Playlist: https://www.youtube.com/playlist?list=PL-_r-f7UyizAlnrOlPC_8M9QVg00VIMwk

Motto: Wissen bewahren. Vernetzung stärken. Wandel gestalten.


Wir haben nun angefangen, die Vorträge der Stammtische online zu stellen, weil wir wollen, dass Waldgartensysteme weiter verbreitet werden.

Deswegen eine Bitte in eigener Sache: der gemeinnützige Nahrungswald e.V. ist Träger dieser Veranstaltung.
Wir freuen uns über deine Spende , ramos, (für die wir auch eine Spendenquittung ausstellen können) via Paypal
oder als Überweisung auf unser Konto: DE21 1208 0000 4052 4037 01 (Inhaber: Nahrungswald c/o Strzygowski)

Danke dir für deine Unterstützung unserer Arbeit durch deine Spende!