Die Welt braucht Food Forester

Die Welt braucht Macher: Warum wir professionelle Food Forester ausbilden

Ein Waldgarten ist weit mehr als eine Ansammlung von Bäumen – er ist ein hochkomplexes, lebendiges System. Doch die beste Planung und die schönste Vision nützen wenig, wenn niemand da ist, der dieses System fachgerecht steuern, pflegen und beernten kann. Während Initiativen wie der DeFAF den Möglichkeitsraum und Austausch schaffen, und Plattformen wie Waldgartenkonzept.de das theoretische Fundament legen und der Waldgartenkongress.de die strategische Vernetzung fördert, stellt safft4.eu eine entscheidende Frage: Wer bringt das System zum Laufen und hält es dort?

Der Food Forester: System-Manager statt Hobbypflanzer

Wir müssen das Bild des „Gärtners“ neu definieren. Ein Food Forester ist der Dirigent eines essbaren Ökosystems. Er versteht die synergetischen Beziehungen zwischen den verschiedeen Schichten und Mitbewohnenden des Waldgartens, managt Nährstoffkreisläufe und weiß genau, wann regulierende Eingriffe nötig sind, um die Produktivität zu steigern, ohne die ökologische Balance zu stören. Er kann

Diese Betriebskompetenz ist der Flaschenhals der Agrarwende.
Es reicht nicht, Bäume zu pflanzen; wir brauchen Experten, die:

  • Komplexe Agroforst-Systeme ökonomisch und ökologisch bewirtschaften.
  • Resilienzstrategien gegen Extremwetterereignisse operativ umsetzen.
  • Erntefolgen so koordinieren, dass sie lokale Märkte stabil bedienen können.

Warum das Training auf safft4.eu den Unterschied macht

Die Inhalte von Waldgartenprojekt.de zeigen uns eindrucksvoll, was möglich ist. Doch um diese Leuchttürme in die Fläche zu bringen, benötigt es professionelles Handwerk. Unsere Ausbildung auf safft4.eu setzt genau hier an. Wir bilden keine Theoretiker aus, sondern Praktiker mit Systemverständnis.

Das Training ist radikal auf die inhaltliche Ausrichtung des „Betreibens“ fokussiert. Wir vermitteln nicht nur das „Was“ und „Warum“, sondern vor allem das „Wie“. Wie gehe ich mit Sukzession um? Wie automatisiere ich Pflegeprozesse in einem so dichten System? Wie mache ich aus einer ökologischen Oase einen funktionierenden Betrieb?

„Ein Waldgarten ohne Food Forester ist wie ein Orchester ohne Dirigent:
Das Potenzial ist da, aber die harmonische Entwicklungsrichtung fehlt.“

Werde zum Experten der Zukunft

Die Klimakrise wartet nicht. Die Transformation unserer Landwirtschaft braucht Menschen, die bereit sind, Verantwortung für regenerative Flächen zu übernehmen. Wenn du nicht nur träumen, sondern ein produktives Ökosystem steuern willst, ist das Training zum Food Forester dein Weg.

Lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass aus Waldgarten-Konzepten echte, dauerhafte Waldgarten-Realitäten werden.

Erasmus+: SAFFT4EU – Food Forester Training

Seit Dezember 2025 sind wir im Rahmen einer Erasmus+ Kooperationspartnerschaft Teil des EU-geförderten Projekts „SAFFT4EU – Food Forester Training: Species-rich agroforestry, food forest and forest garden training for Farmers in the EU“.

Das Projekt soll Praktiker:innen aus den Bereichen Landwirtschaft und Gemüsebau befähigen, artenreiche Waldgartensysteme (Food Forests) zu verstehen, zu betreiben und weiterzuentwickeln. Diese Agroforstsysteme stabilisieren Erträge, fördern Biodiversität und Humusaufbau, verbessern die Bodengesundheit, vermindern Bodenerosion und speichern Wasser – sie verbinden ökonomische Effizienz mit ökologischer Verantwortung. 

Der Lehrgang soll praxisorientierte Online-Module mit Vor-Ort-Workshops in vier europäischen Ländern (DE, BG, PT, AT) kombinieren. Inhalte werden in den jeweiligen Landessprachen vermittelt werden und alle relevanten Themen abdecken: von ökologischen Prinzipien über Pflanzen- und Bodenkenntnis bis hin zu Management und Vermarktung. 

Gemeinsam mit fünf anderen Partnerorganisationen bündeln wir dabei unser Wissen, um Best Practices zu verbreiten. Teilnehmende erwerben praxisnahes Know-how, das sie direkt in ihren Betrieben anwenden können – für eine regenerative Landwirtschaft, nachhaltige Lebensmittelproduktion und eine zukunftsfähige europäische Landwirtschaft. Die Materialien erscheinen voraussichtlich 2027.

Partnerorganisationen

Wir freuen uns sehr, dass dieses Projekt von den folgenden Partnerorganisationen zusammen entwickelt wird:

Die Website www.SAFFT4.EU wird regelmäßig News über den Projektfortschritt des Food Forester Trainings zeigen.

Waldgartenverzeichnis reloaded – neue dynamische Ansicht, detailierte Suche

Weißt du, wo welcher Waldgarten zu finden ist? Das Waldgartenverzeichnis zeigt sie Dir – in neuer Übersichtlichkeit.
Schau auf http://www.waldgartenverzeichnis.de

Produktive Waldgärten, Soziale Waldgärten, Nahrungswald, FoodForest, Urbane Waldgärten, Schulprojekte, … alles vorhanden.

PS: wenn Du dein eigenes Waldgartensystem dort eintragen willst:
es ist ganz einfach! und kostenfrei! Auf der Startseite wird es erklärt.

Das Waldgartenverzeichnis ist ein Projekt von @nahrungswald

10.3.26 beim 29. Waldgartenstammtisch: Esskastanienregion Fläming – klimaangepasste Allmende

Am 10.3.26 beim 29. Waldgartenstammtisch gibt es einen Impulsvortrag von Malte Cegiolka von Resilia:

Esskastanienregion Fläming – Stück für Stück zu einer modernen klimaangepassten Allmendestruktur

Malte Cegiolka betreibt die Baumschule Resilia Klimabäume in Brück. Sein Interesse an Baumarten, die gut mit dem Klimawandel umgehen können, führte ihn zur Esskastanie. Diese ist seit Jahrhunderten als Kulturbaum bekannt, die inzwischen auch in unseren Regionen gut gedeiht und wundervolle Früchte bringt. Er wird auf das Potenzial der Esskastanie in Deutschland und im Fläming eingehen, und was daraus für eine regionale Vision entstanden ist, um eine Allmendestruktur aufzubauen.
Malte beschreibt, welchen Wege dabei schon beschritten wurden und was als nächste Schritte angedacht ist.
Wer sich für Finanzierungs- und Organisationslösungen interessiert und/oder dabei besondere Erfahrungen gemacht hat ist herzlich eingeladen sich nach dem Impulsvortrag mit einzubringen.

Es wird ein spannender Abend … wie immer kostenfrei, ab 19:30 Uhr online.

Zur Teilnahme am Waldgartenstammtisch: einfach hier klicken!


Hier noch ein kleiner Einblick in die Welt der Esskastanien und ein (vielleicht erster) Eindruck von Malte:
Esskastanie für den Fläming – Ein Roadmovie der Fläminger Esskastanienkampagne – YouTube

Programmänderung: „Heimische Insekten und heimische Wildpflanzen – Schlüssel für einen lebendigen Waldgarten“ am 13.1.

Beim 27. Waldgartenstammtisch wird die besondere Rolle heimischer Wildpflanzen für Waldgartensysteme beleuchtet. Sie sind die wichtigste Nahrungs- und Lebensgrundlage für unsere Insekten. Insekten wiederum sind unverzichtbar für funktionierende Ökosysteme: Sie bestäuben Pflanzen, halten Böden fruchtbar und sind Nahrung für viele andere Tiere. Die bestehende Biodiversitätskrise zeigt sich deutlich –  und Waldgärten können hier eine Gegenbewegung bilden.

Mit artenreichen Blühflächen aus heimischen Wildpflanzen – zum Beispiel am Saum von Hecken, zwischen Obstbäumen oder rund um die Beete sowie mithilfe heimischer Bäume und Sträucher – lassen sich im Waldgarten wertvolle Lebensräume für Insekten schaffen. Das stärkt nicht nur die Natur, sondern auch unsere Nahrungsmittelproduktion.

Warum das so wichtig ist und worauf man bei der Gestaltung eines insektenfreundlichen Waldgartens achten sollte, erklärt die Biologin Doris Lerch in diesem informativen Vortrag. Doris hat sich auf die Vielfalt an heimischen Pflanzen und Insekten spezialisiert und zeigt dies auch in ihren Videos (siehe hier auf ihrem Kanal).

Es wird ein spannender Abend … wie immer kostenfrei, ab 19:30 Uhr online.

Zur Teilnahme am Waldgartenstammtisch: einfach hier klicken!

Kostenloses gesundes Essen für Alle? – Mitschnitt des 21. Waldgartenstammtisch online

Beim 21. Waldgartenstammtisch stellte Anna Holl ihre Initiative „VifaGe (Vielfalt Geniessen)“ vor.
Ihr Thema: Wie schaffen wir eine kostenlose Grundversorgung mit gesunden Lebensmitteln für alle?

In ihrem Verein entwickelt sie mit dem Konzept „Essbare Wälder“ unter anderem neuartige Pflanzkonzepte. Es ermöglicht eine kostenlose Nussernte für alle, ohne eigenen Landbesitz und ohne zusätzliche Langzeitpflegemaßnahmen. Das kulinarische Angebot wird Wal-, Schwarz- und Haselnüsse umfassen, aber auch Butter-, Königs- und Pekannüsse, sowie Schuppenrinden-Hickory Nüsse und Edelkastanien. Essbare Eicheln runden das Angebot ab. Annas Idee fand bislang großen Zuspruch. Es geht darum, Nahrung im Forst zu pflanzen, indem fruchttragende Bäume von Bürgerinitiativen in ‚ganz normale Wälder‘ gepflanzt werden. Auch Finanzierungsmöglichkeiten werden angesprochen.

Mit 47 Teilnehmenden war der Vortrag von Anna Holl: „VifaGe (Vielfalt Geniessen) – Essbare Wälder“ gut besucht, die intensive Beantwortung der aufkommenden Fragen war nach über zwei Stunden noch nicht zu Ende. Danke nochmal an Anna, die auch noch weitere Materialien zur Verfügung stellte.

Der Waldgartenstammtisch finde monatlich statt: immer am 2. Dienstag im Monat treffen wir uns um 19:30 Uhr online (per Zoom, Link hier). Es gibt hier regelmäßig einen Initialvortrag (30-180 Min) zu einem Thema, das mit dem Themenbereich „Waldgarten“ zu tun hat. Die Vortragenden sind Menschen aus der Praxis – sie stehen nach dem Input für Fragen zur Verfügung, und für Diskussionen. Wir freuen uns, wenn ihr viel fragt! Denn der Waldgartenstammtisch ist ein Austauschformat auf Augenhöhe. Nach dem thematisch orientierten Teil gibt es noch eine Zeit für einen offenen Austausch. Da einige regelmäßig teilnehmen, ergeben sich hier auch persönliche Fragen, und Tipps und Diskussionen über andere Themen… open End. Der Waldgartenstammtisch ist eher für Menschen mit Erfahrung oder wenigstens Grundwissen im Bereich Waldgarten / Permakultur / FoodForest … wir wollen also nicht jedes Mal erklären, was ein Waldgarten ist (dazu gibt es viele tolle Beiträge z.b. vom Waldgartenkongress und vom Vernetzungstreffen und aus unserem Wissenspool)… aber wir werden auch Neulinge nicht abweisen. Schließlich soll das Waldgartenprojekt dazu dienen, uns untereinander zu unterstützen, und Waldgärten noch mehr in die Breite zu bringen.

Wenn du diese Aktivität gut findest und unsere Arbeit unterstützen magst, spende über diesen Paypal-Link: https://www.paypal.com/donate?hosted_… oder
überweise einen Betrag Deiner Wahl auf unser Konto: DE65 8306 5408 0006 8540 60 bei der Skatbank.

Vielen Dank!!

Kunst und die Polykrisen: die „Klasse Klima“ der UdK zeigt Wege auf

Am Dienstag (11.11.25)  beim 24. Waldgartenstammtisch dreht sich alles um Kunst.

Die „Klasse Klima“ der UdK Berlin nimmt uns mit in ihre Bearbeitung der gegebenen Polykrisen und lädt uns zu veränderten An- und Einsichten und zu neuen Ansätzen bzgl unserer Waldgartensysteme ein.

Die Klasse Klima ist ein offenes, autonomes und transdisziplinäres Kollektiv, das die Klimakrise und ihre Gerechtigkeitsdimensionen in Bildung und gestalterische Praxis vermittelt. Klasse Klima gestaltet Bildungspolitik und studentisch organisierte Seminare an Kunsthochschulen. Außerdem organisiert sie Workshops, Residenzen und Ausstellungen für Gestaltungspraktizierende und -interessierte. 

Beim Waldgartenstammstimm werden wir uns und unsere Arbeit kurz vorstellen und kleine Einblicke in unsere Arbeitsweise, wo wir herkommen und kleinen Ausblicke in zukünftige Projekte geben. Wir freuen uns auf einen fruchtbaren und inspirierenden Austausch.

Es wird ein spannender Abend … wie immer kostenfrei, ab 19:30 Uhr online.

Zur Teilnahme am Waldgartenstammtisch: einfach hier klicken!

Vortrag beim Fachtag „Wie werden Gemeinschaftsgärten zukunftsfähig?“

Beim Fachtag Wie werden Gemeinschaftsgärten zukunftsfähig?, der am 4.11.2025 von der Koordinierungsstelle Gemeinschaftliches Gärtnern Marzahn-Hellersdorf veranstaltet wurde, waren wir mit dem Vortrag zum
Thema „Agroforstsystemen und Permakultur – Erfolgsfaktoren für Gemeinschafts- und Schulgärten“ eingeladen.

Der Fachtag, zu dem Vertreter des Senats, verschiedener Bezirksämter, Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen kamen, war gut besucht und vom Naturschutz Berlin-Malchow hervorragend organisiert. Wir bedanken uns für die Möglichkeit, die Beteiligten auf das Potential von Waldgartensystemen im öffentlichen Raum aufmerksam zu machen.

Vortragsfolien aus dem Vortrag "Agroforstsystemen und Permakultur - Erfolgsfaktoren für Gemeinschafts- und Schulgärten" von Ramos Strzygowski; es sind die Einleitung mit einer Übersicht über verschidene Formen von Agroforstsystemen, Fotos und eine Schemazeichung eines Waldgartens mit seinen Schichten zu sehen

Waldgärten mit QGIS planen – Workshop in Göttingen – 8+9.11.25

Über die Initiative JANUN wird ein kostenfreier Workshop angeboten über den Einsatz von QGIS bei der Planung von Waldgarten und Permakulturdesigns. Wir finden: eine tolle Initiative!

Anmeldung über die Website und unbedingt erforderlich!!

Grundlagenkurs für QGIS zur geographischen Erfassung und Planung von Projekten

Sa, 8.11.2025 11:00 Uhr bis So, 9.11.2025 16:00 Uhr

https://www.janun-goettingen.de/de/veranstaltungen/mit-qgis-waldg%C3%A4rten-und-permakulturdesigns-planen

Impulsvortrag zu Waldgartensystemen bei den Klimabauern Brandenburg

Am 28.10. war unser Referent Ramos Strzygowski eingeladen zu einem Impulsvortrag bei den #Klimabauern Berlin-Brandenburg des LBV (Landesbauernverband) Brandenburg.

Ausgerichtet wurde der vielfältige Tag mit Christian Braune, Junglandwirt aus Nuthetal,  bester ostdeutscher Junglandwirt 2019 und aktueller Brandenburger Erntekönig. Vor Ort vertreten waren zahlreiche Bauern, Behörden- und Institutionsvertreter, Fachkollegen wie Philipp Gerhard, der Präsident und der Geschäftsführer des LBV – und die Landwirtschaftsministerin Brandenburgs Hanka Mittelstädt.

Der Impulsvortrag unter dem Titel „Waldgartensysteme – Produktive Landwirtschaft auf 3ha – klimawandeltauglich und tragfähig“ zeigte auf, warum Waldgartensysteme in der bestehenden Klimasituation positive Auswirkungen haben. Am Beispiel des „Waldgartenpilot“ (3 ha Fläche in Brandenburg) wurde gezeigt, wie sie tragfähig als landwirtschaftlicher Produktionsbetrieb zu bewirtschaften sind. Danke für diese Gelegenheit, die Möglichkeiten von Waldgartensystemen Landwirten und beteiligten „Stakeholdern“ näher zu bringen.

ulsvortrags von Ramos Strzygowski. Zu sehen ist das Eingangsbild mit der Überschrift "Waldgartensysteme - Produktive Landwirtschaft auf 3ha - klimawandeltauglich und tragfähig" sowie ein Foto mit der Erosionssituation auf Brandenburgs Feldern: Humusverwehungen beim Überfahren eines Feldes mit einem Traktor.